Manfred Gniffke.
Alexandra Klöckner, Stephan Mahlow und ich betreiben einen Podcast mit dem Titel „RUND UMS ECK – Der Koblenz Podcast“ und interviewen spannende Gäste, welche im Bezug zu unserer Umgebung stehen.
Manfred Gniffke war einer davon. Er wurde interviewt durch Stephan Mahlow und ich habe es mir nicht nehmen lassen, Herrn Gniffke zu portraitieren.

Ich muss an dieser Stelle sagen, dass wir im Rahmen unseres Podcasts einen ganz schönen Film fahren. Den Aufwand den wir stellenweise betreiben, steht in keinem Verhältnis zu dem was wir tun. Denn unseren Podcast machen wir aus unserer Neugierde heraus und verdienen keinen einzigen Cent damit.

Ich machte mich nun erst einmal schlau, welche Bilder überhaupt von Herrn Gniffke existieren. Es gibt unzähliges Material über Gniffke. Viele Pressebilder, viele Schnapsschüsse von Bürgern und auch einige Bilder, die handwerklich gut waren. Da ich nicht das 100. langweilige Bild machen wollte, überlegte ich, wie ich Manfred Gniffke fotografieren könnte. Eigentlich mag ich „Studiosituationen“ nicht. Aber in diesem Fall wollte ich für ihn den größtmöglichen Komfort schaffen. Ich hätte ihn einfach sehr ungerne, in seinem Alter, durch die Prärie gepeitscht. Ich überlegte mir zwei Settings. Einmal wollte ich ihn vor weißen Hintergrund. Hier hatte ich schlicht die Möglichkeit ihn einfach zu fotografieren. So wie er ist. So wie er mit den Menschen redet und agiert.

Ich hatte das Glück, dass Alexandra an dem Tag Zeit hatte und sie mich hier unterstützen konnte. Ich hab sie gebraucht zum Reden. Sie wollte Manfred Gniffke sowieso kennenlernen und so konnten sie sich unterhalten. Ich konnte währenddessen ungestört fotografieren und Herrn Gniffke so ablichten, wie er ist. So wie er sich schon seit Jahrzehnten mit Menschen unterhält. Ob während grandioser Stadtführungen oder in der Politik, in welcher er auch lange mitgemischt hat.

Es war Zeit fürs nächste Setting. Ich glaube ich habe ganz am Anfang schon einmal gesagt, dass wir stellenweise einen Aufwand betreiben, der nicht mehr normal ist. Genauso halte ich es für mich und die Fotografie genauso. Für das zweite Setting ging es wenige Tage vorher, es waren zwei Tage um genau zu sein, in den Baumarkt. Dachlatten und Balken, Schrauben und Farbe wurde gekauft. Ich wollte eine Box bauen, in welchen ich ihn völlig abgedunkelt hereinsetzen konnte. Denn ich wollte ein Bild von ihm machen und eine Verbindung zu unserer Heimatstadt Koblenz schaffen, ohne ihn langweilig vor das Deutsche Eck oder das Koblenzer Schloss zu stellen. Solche Fotos gibt es einfach haufenweise. Ein Freund lieh mir netterweise seinen Beamer aus und so konnte ich Manfred Gniffke mit dem Wappen von Koblenz anstrahlen.

Gut. Soweit waren wir noch nicht. Ich hatte kurzfristig bedenken, ob Herr Gniffke das überhaupt mitmachen würde. Das Licht des Beamers ist wirklich grell. Aber er setzte sich ohne zu Murren in die Kiste. Er sah das Wappen der Stadt Koblenz und sah damit, dass ich etwas schönes machen wollte. Etwas womit er sich identifizieren kann. Etwas, womit er sich schon sein ganzes Leben identifiziert. Koblenz.

Manfred Gniffke, Koblenz, 2020

Gut eine halbe Stunde später war der Spuk vorbei. Tagelange Arbeit. Die Box bauen, streichen, Recherche..all das hat ziemlich Zeit gekostet. Aber nur ein Bruchteil der Zeit, die Manfred Gniffke in den Dienst unserer Stadt gestellt hat.

Im Übrigen. Ich glaube, dass Herr Gniffke sich nicht mehr an meinen Namen erinnern konnte. Er hat schon einmal einen kleinen Artikel über mich geschrieben und war wenig amüsiert darüber, dass ein Bekannter und ich in einer Laune heraus ein Denkmal fürs Brigittschen forderten. Der Startschuss fiel mit zwei Bildmontagen die ich fertigte. Hier hatte ich eine Montage eines Straßenschildes gefertigt und auch das Schild einer Bushaltestelle wurde umbenannt. Die KEVAG fand das seinerzeit überhaupt nicht lustig, hat aber beim nächsten Karnevalsumzug das Thema mit einer Fußgruppe umgesetzt. Wer etwas darüber lesen möchte, kann dies in einem Artikel der RZ tun. Leider ist der Artikel nur mit Überwindung der Zahlschranke abrufbar, ich werde aber die Rhein-Zeitung anschreiben, ob ich den Artikel als PDF erhalten kann, um diesen mit Euch zu teilen. Unten seht Ihr die betreffenden Fotos.

Aus dem Altengraben wurde….
Die KEVAG musste auch leiden…

Vielen Dank an dieser Stelle an die ganzen Menschen, die an diesem Projekt beteiligt waren.

Wer in die Aufnahme reinhören möchte, kann dies hier tun: