RUND UMS ECK – Der Koblenz Podcast

mit Alexandra Klöckner, Manolito Röhr und Stephan Mahlow

RUND UMS ECK – Der Koblenz Podcast ist ein Herzensprojekt. 
Wir, die Moderatoren von RUND UMS ECK, sind allesamt neugierig. Neugierig auf Menschen und ihr Leben. Mit diesem Podcast haben wir keinen Druck von Oben Zahlen zu generieren und müssen nicht immer auf der Jagd nach der nächsten Titelstory sein, um reißenden Absatz zu erzielen. Wir entscheiden völlig frei, wen wir als Gäste in unserer Sendung dabei haben möchten. Gott sei Dank sind wir allesamt grundverschieden und so ist auch unsere Gesprächsführung völlig unterschiedlich. Ob CEOs international agierender Unternehmen, Kreative oder Touristiker, bei RUND UMS ECK findet jeder die passende Sendung für sich.

Viel Spaß beim Reinhören! 

Eduard Wegner hat eine Vision. Die Möglichkeit Menschen ein Eigenheim zu ermöglichen, dies zu niedrigeren Baukosten und permanent sinkenden Lebenshaltungskosten. Sein Projekt ECO-Village möchte ökologische und ökonomische Interessen unter einen Hut bringen. Im Gespräch ereifert er sich für seinen Traum und sinniert über die Möglichkeiten, die eine solche Lebensgemeinschaft den Bewohnern bieten würde. 
Im Gegenzug zum ähnlichen Projekt in Hannover, steht ECO-Village im Raum Koblenz noch in den Kinderschuhen. Die Baulandfindung ist ein grosses Problem und natürlich benötigt es Menschen, die sich vorstellen könnten unter diesen Bedingungen zukünftig zu leben. 
Wegner möchte bei den Menschen ein Umdenken erreichen. Was ist wirklich wichtig im Leben? Was braucht man wirklich? All diese Dinge greift er mit ECO-Village auf. Ein Gespräch mit Manolito Röhr.
Seine Fotos von Koblenz begeistern die Menschen. Henry Tornow stammt aus Jena, kam zum Studieren nach Koblenz und wurde in Social Media unter dem Namen “Schönes Koblenz” bekannt. Allein auf Facebook hat er über 26.000 Fans. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam und welche Auswirkungen die schnell wachsende Reichweite auf sein Leben hatte. Nach dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium mit Schwerpunkt Marketing war der heute 26-Jährige zunächst zwei Jahre Vollzeit selbstständig und lebt nun als überzeugter Sidepreneur seine Interessen und Talente aus. Einerseits ist er leidenschaftlicher Hochzeitsfotograf, dessen Bilder Geschichten erzählen. Andererseits arbeitet er parallel dazu in einer auf Tourismus-Marketing spezialisierten Werbeagentur in Winningen. “Ich achte darauf, Dinge zu machen, die ich mag und die mir guttun”, sagt er. Dazu zählt auch seine Liebe zur Musik, die er seit mehreren Jahren als Bandmitglied von “Shell Punk” auslebt. Kürzlich hat die Band ihr erstes Musikvideo veröffentlicht. Im Podcast ist ein Auszug aus dem Lied “Lover” zu hören.
Vor dreieinhalb Jahren hat sich David Weigang den Traum eines eigenen Restaurants erfüllt: Im Herzen der Koblenzer Altstadt eröffnete er das „Verbene“ mit dem Anspruch: „Wir kochen mit besten Zutaten saisonale Köstlichkeiten, die in Erinnerung bleiben.“ Erfahrungen in der Sternegastronomie hatte der gelernte Koch und gebürtige Koblenzer da schon reichlich gesammelt, unter anderem auf Sylt und am Bodensee. Obwohl ihm Freunde und Bekannte abrieten, weil es oft heißt, Koblenz sei kein guter Standort für gehobene Gastronomie, blieb er seiner Philosophie treu. Und der Erfolg gibt ihm recht: Inzwischen kann er sich über ein großes Stammpublikum sowie viele hervorragende Bewertungen freuen.
Davids Lebenspartnerin Verena Schimmel unterstützt seit anderthalb Jahren das Restaurant-Team, anfangs noch in ihrer Freizeit, denn sie führte 14 Jahre lang erfolgreich einen Geschenkartikelladen in Emmelshausen. Vor wenigen Wochen hat sie ihr Geschäft aufgegeben, um sich komplett dem „Verbene“ zu widmen. Eine Entscheidung, die ihr nicht leicht fiel, die sie aber aus Überzeugung getroffen hat. Denn sie teilt nicht nur Davids Leidenschaft für gutes Essen, sie genießt es auch wie er, den Gästen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können.
“Ich finde es Klasse, was junge Menschen bewegen. Und wenn ich von ihnen lerne, bleibe ich jung.” Er versteht was vom guten Geist. Nämlich dem Hochprozentigen. Als Meisterbrenner wurde Hubertus Vallendar im Laufe der Jahre mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Edelbrennerei von der Mosel hat sich international einen Namen gemacht. Beim diesjährigen World Spirits Award 2020 erhielt er neben weiteren Auszeichnungen einen Award für sein Lebenswerk. Im Gespräch lernt man den Macher aber sehr persönlich kennen. Welche Themen beschäftigen ihn? Was ist ihm wichtig und was regt ihn auf? Von Politik über die Auswirkungen der Corona-Krise bis hin zu Fehlerkultur und Nachfolge. Er nimmt uns mit in seine spannenden Erlebnisse als Unternehmer, erzählt warum er ein unerschütterlicher Moselaner ist und in dieser Region großes Potenzial sieht, aber er blickt auch auf Gescheitertes zurück, wie ein besonderes Bananenprojekt in Ruanda.
Sein größtes Glück? Sohn Mario ist inzwischen ebenfalls im Unternehmen tätig und möchte die Familientradition fortführen. “Es gibt keine größere Freude als mit seinem Sohn an den Produkten zu arbeiten und damit auch noch Erfolg zu haben. Dann übergibt man mit der Zeit gerne die Dinge, weil man weiß, sie sind in guten Händen.”
Eigentlich war dem Geschäftsführer der Genussmanufaktur „Wajos“ das Moseltal zu eng. Schon aus Jugendlicher wollte Peter Oster hinaus in die Welt. Mehrmonatige Praktika während seines Handelsmanagement-Studiums führten ihn bis nach Hongkong und Südafrika. Dennoch entschied er sich für das elterliche Unternehmen in Ediger-Eller bei Cochem.
Sein Vater hatte das traditionsreiche Familien-Weingut Walter J. Oster in den 80er Jahren um eine Likörmanufaktur erweitert und 2002 die Genussmanufaktur gegründet, zunächst mit Essigen und Ölen, dann Senfe, Saucen, Gewürze und Würzmischungen hinzugenommen. Inzwischen bietet „Wajos“ ein umfangreiches Feinkost-Sortiment an, betreibt eigene Läden, unter anderem in Koblenz und hat ein Franchise-Konzept entwickelt sowie mehrere Design-Preise gewonnen. 75 Mitarbeiter sind allein am Standort Dohr bei Cochem tätig. Ein beeindruckendes Wachstum, für das Peter Oster seit 2006 als Geschäftsführer mitverantwortlich ist.
Lars Klein ist Mitgründer der Plattform WINGLY. Ein Mitflugzentrale, welche es Piloten ermöglicht die eigenen Flugkosten zu senken, in dem sie auf dieser Plattform Fluggäste gewinnen. 
Klein zog für Wingly von Koblenz nach Paris. Er erzählt von der Gründung des Unternehmens und von der bislang schwersten Phase von WINGLY. Wir sprechen auch darüber, wie Klein und sein Team, während der Corona-Pandemie innerhalb weniger Tage, gemeinsam mit Luftfahrt ohne Grenzen und dem französischen Gesundheitsministerium, eine Plattform gebaut haben. Sinn und Zweck: Piloten und Krankenhäuser sollten miteinander verbunden werden, um dringende Transportflüge durchzuführen und so die lebensrettende Logistik zu stärken. 
Im Gespräch unterhalten wir uns auch über den ehemaligen Vizekanzler Rösler, welcher begeisterter Hobbypilot ist, der ebenfalls in WINGLY investiert hat.
“Unsere Weine sind echte Charaktertypen”, sagen Rebecca Materne und Janina Schmitt – zwei Winzerinnen aus Winningen. Ursprünglich stammen sie aus Nordrhein-Westfalen und Hessen, doch ihre Leidenschaft für Wein brachte die beiden Freundinnen an die Terrassenmosel. Gemeinsam machten sich die Frauen selbständig, bewirtschaften inzwischen 3,5 Hektar im Steilhang und verzichten dabei bewusst auf Herbizide. Kein einfacher Weg, den sie da gewählt haben, doch ihre Weine sind inzwischen international gefragt.
Wie es ist, als Freundinnen zu gründen, höherpreisige Qualitätsprodukte herzustellen und von der Natur abhängig zu sein? Rebecca und Janina blicken auf den wetterbedingt katastrophalen Jahrgang 2014 zurück, von dem sie sich nicht haben entmutigen lassen. Sie erzählen vom Winninger Dorfleben und verraten, was die Weine von der Terrassenmosel so besonders macht.
Gleich nach seiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann hat er sich selbständig gemacht, seit sechs Jahren gibt er das Lifestylemagazin LABEL56 heraus, zuletzt war er Manager des Modedesigners Harald Glööckler: Daniel Koenen sprüht förmlich vor Ideen und schafft es immer wieder, Menschen dafür zu begeistern. Im Gespräch mit Stephan Mahlow zeichnet er seinen Lebensweg nach, erzählt, wie er es immer wieder schafft, prominente Persönlichkeiten sowie erfolgreiche Unternehmer für die Label-56-Titelstorys zu gewinnen und gewährt auch einen kleinen Blick hinter die Kulissen der glamourösen Modewelt.
Henny Monzel Ellermann ist vielen Menschen aufgrund ihrer liebenswürdigen Art ein Begriff. Die 77-jährige Wahlkoblenzerin ist passionierte Hobbyfotografin und Liebhaberin der schönen Stadt an Rhein und Mosel. 
Sie brach ihre berufliche Laufbahn in einem kaufmännischen Beruf ab um Künstlerin zu werden. Sie lernte das Zeichnen und entdeckte später die Fotografie für sich. Sie nutzt trotz (oder vielleicht sogar genau deswegen) ihres Alters die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram, aber auch Plattformen wie YouTube. 
Ganz explizit freut sie sich darauf, die Zuhörer dieser Episode kennenzulernen. Jeder darf sich frei fühlen, ihr eine Freundschaftsanfrage bei Facebook zu schicken.
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Anmerkung von Manolito Röhr
Bitte entschuldigt die Klangqualität. Wir haben während dieser Aufnahme im Café der Buchhandlung Reuffel gesessen. Nebengeräusche konnten nicht vermieden werden. 
Malte Schreer hat als überzeugter Wahlkoblenzer bereits Beeindruckendes in unserer Stadt auf die Beine gestellt. 2011 gründete er SUPNATION, eine Gesellschaft zur Förderung der Surfkultur und brachte damit ein neues Lebensgefühl in die Stadt an Rhein und Mosel. Er etablierte eine Surfschule, vermietete Surf- sowie SUP-Boards und baute auch selbst Surfboards. Den meisten dürfte er jedoch als Gründer der Umweltinitiative DRECK WEG, KOBLENZ bekannt sein, heute: DRECK WEG e.V. Man verbindet ihn mit Themen wie Nachhaltigkeit, bewusste Ernährung, Klima- und Umweltschutz. Von Beruf ist Malte Schreer Manager für digitales Marketing. Er weiß also, wie man Menschen erreicht und zum Mitmachen animiert. Die von ihm initiierten Cleanup-Aktionen kennt wohl jeder, doch über ihn selbst weiß man nicht viel. Wer hätte gedacht, dass er urspünglich Humanmedizin studiert hat? Oder dass er aus der Hamburger Region stammt und eine zeitlang als Orchesterwart und Bandmanager arbeitete? Im Podcast erfährt man mehr über den engagierten Menschen und seine bemerkenswerte Lebenseinstellung.
Ein Gespräch über lehrreichen Wehrdienst, die Faszination von Dialekten, „links-grün-versiffte“ Positionen der Rhein-Zeitung, Fridays for Future, Qualitätsjournalismus, Facebook-Blasen und natürlich über die Coronakrise.

Der Kulturredakteur, Autor und Facebook-Influencer Andreas Pecht beschreibt sich selbst so: „Geboren 1955. Aufgewachsen, duchgeschult in Heidelberg und Mannheim, schrieb ich allweil für Schüler-, Studenten-, Jugendzentrums- und Szenezeitungen. Ich war früh politisch engagiert, zum Beispiel in: der Bewegung gegen den Vietnamkrieg, gegen Kolonialismus in Afrika, Asien, Lateinamerika; in der Schülerbewegung gegen Numerus Clausus, für Jugendzentren in Selbstverwaltung; im Protest gegen § 218; gegen Raketennachrüstung; gegen Atomkraftwerke ….
Grundwehrdienst in Koblenz, nachher Schlosserlehre (abgebrochen), Maschinenbaustudium (abgebrochen). Dann Lehramtsstudium Germanistik, Musik, Politikwissenschaft (inklusive Referendarsdienst erfolgreich abgeschlossen). Privatlehrer für Klavier und Orgel, zugleich freier Mitarbeiter bei diversen Blättern; Hausmann, Vater. 1987 Quereinsteiger als Redakteur bei der Rhein-Zeitung. Januar 2005: Arbeitsbeginn als freier Journalist. Und zwischen den Zeilen jede Menge spannendes, bisweilen auch schwieriges Leben und Lernen.“
München, Bamberg, Schweiz, USA, Mexiko – das sind nur einige Stationen ihrer beruflichen Laufbahn. Nadine Kammerlander ist aus beruflichen Gründen in Koblenz gelandet. Als Professorin leitet sie das Institut für Familienunternehmen und Mittelstand an der WHU in Vallendar und lebt mit Mann und drei Kindern in Koblenz. Das Wirtschaftsmagazin Capital zählt sie zur jungen Elite der “Top 40 unter 40”. Für ihre Forschung arbeitet Nadine Kammerlander auch mit Unternehmen aus unserer Region zusammen. 2018 führte Sie eine bundesweite Studie zu Digitalisierung im deutschen Mittelstand durch. Ihre zahlreichen Forschungsergebnisse werden regelmäßig in Fachzeitschriften wie Forbes oderHarvard Business Manager aufgegriffen. Sie ist unter anderem Mitglied des Vorstands bei der Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland und Mit-Herausgeberin der internationalen Fachzeitschrift “Family Business Review”. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was sie leistet und bereits erreicht hat. Dabei hatte ursprünglich alles ganz anders angefangen. Gemeinsam mit unserem Gast blicken wir auf einen ungewöhnlichen Lebensweg zurück. Wie die promovierte Physikerin zunächst in die Unternehmensberatung u.a. im Bereich Automobilindustrie kam und schließlich die Wirtschaftswissenschaften für sich entdeckte? Was sie an Koblenz schätzt und warum sie gar nicht mehr von hier weg möchte? Warum ihr das Thema Rollenbilder und -verteilung am Herzen liegt und andere ein Vorbild für die Vereinbarung von Familie und Beruf in ihr sehen? Was Familienunternehmen auszeichnet, warum Start-ups wichtig sind und was die Corona-Krise für den Mittelstand bedeutet? Hier bekommt man Anworten nicht nur auf diese Fragen.
Marc Helwing (24) ist Gründer von Project Wings. Nach seinem Studium gründete er mit weiteren Mitstreitern eine gemeinnützige Organisation, obwohl sein Studium ihm eine gänzlich andere berufliche Perspektive eröffnet hätte. Project Wings ist die derzeit am schnellsten wachsende gemeinnützige Organisation in Deutschland. Ein Gespräch über Idealismus, Häusern aus Plastikflaschen, Fundraising und Umweltschutz. Mehr über Marc, seine Mitstreiter und Project Wings erfahrt Ihr hier.
Der Oberbürgermeister und der Mensch David Langner, beide kommen in diesem Podcast ausführlich zu Wort. Natürlich haben wir mit Langner über die Coronakrise gesprochen, wie könnte man das weglassen in diesen bewegten Zeiten. Das Virus hat auch seinen Alltag auf den Kopf gestellt, und zwar komplett. Als das öffentliche Leben zum Erliegen kam, tagte eine Art „Not-Verwaltungsstab“ bei der Feuerwehr. Alle anderen Termine fielen weg, dafür jagte eine Telefonkonferenz die andere. Obwohl sein Arbeitstag nicht mehr so spät endete wie früher, empfand er diese Zeit als wahnsinnig anstrengend, war abends „einfach fertig“ und fiel häufig bereits um acht Uhr ins Bett. So langsam normalisiert sich die Arbeit in der Stadtverwaltung aber wieder, nur die repräsentativen Aufgaben sind noch nicht zurückgekehrt. Sie fehlen Langner, er vermisst „die Begegnung mit den Menschen“.
Weil es in unserem Podcast immer auch um die Person geht, um ihren Lebensweg und auch um das Private, steht ab 22:04 der Mensch David Langner im Mittelpunkt. Wir sprechen über seine Kindheit in Koblenz-Pfaffendorf, die Studienjahre in Oldenburg und wie er zur SPD gekommen ist. Es geht um seine Begeisterung für Norddeutschland und Skandinavien sowie seinen Drang, drei- bis viermal pro Woche zu laufen. Bundesligafußball ist auch ein Thema, denn Langner ist Mitglied des 1. FC Köln. Außerdem erzählt er, wie er eher ungewollt zum Berufspolitiker wurde und wie er damit umgeht, jetzt eine öffentliche Person zu sein, ein Prominenter, den fast jeder auf der Straße erkennt, hinter dessen Rücken man auch gerne mal tuschelt. Was seine Lebenspartnerin mehr stört als ihn selbst, er hat sich daran längst gewöhnt.
David Langner ist ein nahbarer Oberbürgermeister, der um Ausgleich bemüht ist und sich selbst nicht zu wichtig nehmen will. Aber dennoch auf sein Äußeres achtet: „Ich gebe schon relativ viel Geld für Klamotten aus.“ Wichtig ist ihm Bürgernähe. Die damit verbundene Gefahr in einer Zeit, in der Politiker immer mehr zur Zielscheibe von Hassbotschaften geworden sind, mitunter auch bedroht oder körperlich angegriffen werden, die ist ihm schon bewusst. Er lässt sie aber nicht zu sehr an sich heran, denn er will keine „Ängste aufbauen“, nicht „unfrei“ werden. Sondern weiterhin unbefangen auf die Menschen zugehen können.
„Erfolgsgeschichten von Menschen, die zu Machern werden, sind die Währung, in der ich bezahlt werde.“ Christoph Krause ist @servicerebell. Seine Vorträge zum Thema Digitalisierung im Handwerk sorgen stets für volles Publikum. Als Leiter des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk der HWK Koblenz ist Krause nah dran an den Menschen und ihren Unternehmensgeschichten, hat aber zugleich die bundesweiten und globalen Entwicklungen im Blick. Der Digital-Stratege ist auch im Ausland sehr gefragt, unterstützt aber besonders gerne Gründer und innovative Projekte in der Region rund um Koblenz. Dabei setzt er auf generationen- und fachübergreifende Kooperationen. Was bedeutet die digitale Transformation für den Mittelstand? Und warum sind Formate wie Hackathons besonders zukunftsorientiert? Im Podcast spricht Christoph Krause u.a. von Virtual- und Augmented Reality, vom Internet der Dinge, 3D-Druck und den Vorzügen unserer Wirtschaftsregion.
Keine Vorbereitung. Keine geplanten Fragen. Corona macht auch das Leben von Podcastern schwerer und so musste aufgrund einer Interviewabsage Ersatz gefunden werden. Aus unserer Sicht ein ziemlich guter, denn Mario Blinn, Vorstandsvorsitzender der Senioren Palace AG hat sich bereiterklärt, kurzfristig einzuspringen und sich ein wenig Zeit zu nehmen.  Blinn, welcher auch Geschäftsführer der SPServices ist, spricht über seinen Werdegang, seine Sicht von Personalführung und den Schwierigkeiten im Pflegebereich zu Corona-Zeiten.  Eine kurzweilige Dreiviertelstunde mit einem äußerst sympathischen Interviewgast. Viele Spaß damit!
„Kratzt an eurer Wohlfühlzone! Zeigt euch der Angst! Hinter der Angst beginnt Neues!“ Am Ende dieses Gespräches steht ein Appell. Eine Aufforderung, die Rolf Dany wichtig ist. Gerade in den Zeiten von Corona. „Die den Krieg erlebt haben, die haut so schnell nichts weg“, sagt er an einer anderen Stelle mit hörbarem Respekt für die Generation seines Vaters.
In einfachen Verhältnissen in Löf an der Mosel aufgewachsen, löst er sich schon mit 16 vom Elternhaus, geht nach Bonn zur Bundespolizei und verpflichtet sich dort für zehn Jahre. Als diese zehn Jahre um sind, muss er eigentlich nur noch unterschreiben, um Beamter auf Lebenszeit zu werden. Aber er sträubt sich dagegen, er will die verlockende Sicherheit nicht, er will etwas wagen. Und so eröffnet er 1986 ein Fitness-Studio in Koblenz-Metternich und stürzt sich nach Auffassung seiner Eltern damit ins Verderben.
Es kam anders, es war der Beginn einer beeindruckenden unternehmerischen Leistung. Der heute 62-Jährige blickt aber nicht mit stolz geschwellter Brust auf seinen Erfolg zurück. Im Gespräch wirkt er eher reflektiert, erzählt von den Worten seines Vaters auf dem Sterbebett und hat dabei Tränen in den Augen. Gerät ins Schwärmen, wenn er von seinem Lebenstraum berichtet, den er sich vor kurzem erfüllt hat, der Atlantiküberquerung mit einem Segelboot. Und geht hart mit „Chaka-Chaka-Coaches“ ins Gericht. Am Ende steht nicht nur der Appell, die Angst zu überwinden, es steht auch ein Bekenntnis zu Werten. Zu dem, was bleibt. Auch und gerade in den Zeiten von Corona.
Stefan Gemmel schreibt drei Bücher pro Jahr und absolviert an die 250 Lesungen. Mit seinen verrückten Ideen, wie der gemeinsamen Lesung mit 5.000 Kindern und Jugendlichen oder der schnellsten Lesereise der Welt steht er mehrfach im Guinessbuch der Rekorde und hat zudem unzählige Preise in der Tasche – unter anderem das Bundesverdienstkreuz. Ob China-Reise mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin oder ein freiwilliges Jahr Anti-Gewalt-Training samt Probeaufenthalt im Jugendknast – Stefan Gemmel macht einfach alles mit. “Ich mag keine Routine”, sagt er und findet sich regelmäßig in Situationen wieder, die ihn zu neuen Büchern inspirieren. Kein Wunder, dass diese so beliebt sind.
Bei RUND UMS ECK erzählt der Schriftsteller, wie er arbeitet und seine Leserschaft dabei mit einbezieht. Wir erfahren von seinem Leben an der Mosel, besonderen Erlebnissen in Berlin, China sowie Afrika und bekommen Statements seiner jungen Testleser zu hören. Außerdem verrät er, mit welchem seiner Bücher er beerdigt werden möchte.
Am Telefon spricht Manolito Röhr mit dem Fotografen Herbert Piel über sein Leben und seine Bilddokumentationen. Ob Helmut Schmidt im Morgenmantel oder bildgewaltige Dokumentationen von Demonstrationen. Herbert Piel begleitete fotografisch in der Vergangenheit unter anderem Staatsoberhäupter, so auch Michael Gorbatschow, Bill Clinton, Willy Brandt und viele mehr. Piel hatte Kontakt mit den ganz großen Tieren, ist aber ein auf dem Boden gebliebener Charakter. 
Gäbe es eine Wahl zum bestgekleideten Koblenzer, Raffaele De Filippo gehörte sicher zu den Favoriten. Nach fast 30 Jahren als Angestellter in der Textilbranche hat sich der gebürtige Koblenzer mit italienischem Pass im Oktober 2016 seinen Traum von der Selbständigkeit erfüllt. Seitdem bietet er in einem kleinen Ladengeschäft in der Görgenstraße eine eigene Kollektion sowie exklusive italienische Marken an. Die Coronakrise trifft ihn gleich doppelt: Wie viele andere darf er sein Geschäft derzeit nicht öffnen, zugleich bedroht die verheerende Epidemie in Italien auch seine Familie, die vor den Toren Neapels lebt. Mit Stephan Mahlow sprach er über seine Liebe zu Neapel, hochwertiger Kleidung, zu Kaffee und gutem Essen. Und über seine Hoffnung, nach Corona an den Erfolg der vergangenen dreieinhalb Jahre anknüpfen zu können.
Was ist an unserer Region so besonders? Andreas Hillesheim ist ein gebürtiger Koblenzer, der sowohl den Großteil seiner Kindheit als auch seines Berufslebens in diversen Ländern der Welt verbracht hat. So lebte und arbeitete er unter anderem in Island, New York, Malaysia und Genf, entschied sich jedoch für seine Heimat und kehrte zurück nach Koblenz. Unsere Region liegt ihm am Herzen, deshalb hat er sich als Ziel gesetzt auch andere Menschen dafür zu begeistern. Seine originellen Stadtführungen und Touren durch die Region erfreuen sich sogar bei uns Einheimischen großer Beliebtheit. Doch was macht sie so speziell? Unter dem Hashtag #meineheimatistschön gibt Andreas Einblicke und schafft mehr Aufmerksamkeit für die hiesigen Schönheiten und Charakteristika. Im Gespräch erzählt er von seinen Auslandsaufenthalten, den Besonderheiten unserer Region und seinen Führungen, in denen er gerne “die drei K” kombiniert: Kunst, Kulinarik und Kultur.
Mit Aussicht aufs Fort Konstantin unterhält sich Manolito Röhr mit Claus Hoffmann, Geschäftsführer der Koblenz Touristik GmbH. Hoffmann spricht über seine Zeit während des Studiums, warum er die von ihm gegründete Agentur zurückgelassen hat und vor welchen Herausforderungen er als Geschäftsführer der Koblenz Touristik steht.  Was ist überhaupt die Koblenz Touristik und was tut sie? Wie entstand die Veranstaltung „Electronic Wine“? Was ist eigentlich los im Romanticum? Und wie stellt sich Claus Hoffmann seine Stadt Koblenz in 20 Jahren vor?  Diese und weitere Themen erwarten den Hörer in den kommenden 50 Minuten. Viel Spaß beim Zuhören!
Mit dem Aufbau der Fieberambulanz vor dem Stadion Oberwerth wurde wohl jedem klar: Das neuartige Coronavirus ist auch in Koblenz angekommen. Um zu erfahren, was dort genau passiert und wie die Menschen damit umgehen, haben wir gestern spontan einen Sonderpodcast aufgenommen. Alexandra hat Einschätzungen von Coworkern aus dem TechnologieZentrum Koblenz (TZK) gesammelt, die für global tätige Konzerne arbeiten. Stephan war vor Ort in der Fieberambulanz und hat die Pressesprecherin sowie Besucher interviewt.
Muss man zu Manfred Gniffke in Koblenz und Umgebung noch etwas sagen? Natürlich nicht, Gniffke ist bekannt wie ein bunter Hund. Diese eher abgegriffene Metapher passt insofern gut, als Gniffke jahrelang der Rhein-Zeitungs-Kolumnist und Altstadtköter „Bello“ war. Die Leser liebten Bello, weil der freche Hund keinen Maulkorb akzeptierte und kein Blatt vor die Schnauze nahm. Was für Gniffke zum Lebensmotto wurde. Wenn ihn etwas ärgert, kann er sich nicht zurückhalten. Daher ist er auch froh, dem neuen Stadtrat nicht mehr anzugehören. Sonst würde er sich ja nur unnötig aufregen. Mit 81 keine gute Idee. Das alles und noch viel mehr hat er Stephan Mahlow erzählt. An einer Stelle des äußerst kurzweiligen Gesprächs geht es um ein Anti-Schuppen-Shampoo, das Gniffkes ehemaliger Chef und Kulturdezernent Hans-Peter Gorschlüter leider nie benutzte. Darüber ärgerte sich Gniffke und nahm den Ärger mit in die Karnevalsbütt. Was beinahe vor dem Arbeitsgericht geendet hätte. Wie und warum sich dann der in Koblenz unvergessene Oberbürgermeister Willy Hörter einschaltete, wird an dieser Stelle nicht verraten, das bleibt dem Hören vorbehalten.
Freed alias Frederik Lütje hat den ersten Unverpackt-Laden in Koblenz eröffnet. Dafür gelang es ihm, 34.000 Euro übers Crowdfunding zu sammeln. Seine Fangemeinde ist groß. Im Gespräch erzählt er, wie er die Menschen erreicht hat und gegen welche Hürden er ankommen musste. Doch warum verzichtet er selbst als Konsument nicht immer auf Verpackungen? In diesem Gespräch geht es nicht nur um Umwelt und Plastik, sondern auch um die Kultur des Einkaufens, den Irrsinn bei bekannten Supermarktketten und warum es die besten Cashewnüsse der Welt in Freeds Laden gibt.
„Man weiß ja gar nicht, wer ihr seid und was ihr macht!“ Diesem Vorwurf sind wir in den vergangenen Wochen häufig begegnet. Und da ist ja auch was dran: Wer einen Podcast hört, möchte wissen, wer das ist, der da die Fragen stellt. Nun könnte man uns natürlich auch googeln und würde ziemlich sicher erfahren, dass wir alle drei „was mit Medien“ machen und regelmäßig Texte, Fotos, mitunter auch Videos produzieren. Und dass einer von uns darüber hinaus ein wahrer Parkhaus-Experte ist. Aber wir dachten, es wäre doch viel netter, wenn wir uns euch persönlich vorstellen würden. Also haben wir uns vergangene Woche getroffen und uns gegenseitig interviewt. Dabei hatten wir eine Menge Spaß. Ihr beim Hören hoffentlich auch. Wenn euch die Folge gefallen hat, empfehlt uns doch bitte weiter, falls nicht, freuen wir uns über eure Kritik. P.S.: Wenn ihr bis zum Outro durchgehalten habt, schaltet nicht gleich weg. Oder springt gleich zu 1:31:34. 😉
Heute spricht Manolito Röhr mit Klaus Breitkreutz. Für viele ist Klaus Breitkreutz sicher ein Begriff aufgrund der vielen Fotos, mit welchen er die Schönheit der Moselregion zeigt. Aber Klaus Breitkreutz erzählt aus seiner Zeit als Kontrolleur beim Eichamt, von seinem Projekt mit Daniel Ackermann und warum er am liebsten im eigenen Bett schläft. 
Er investiert in Startups: Thiemo Komischke hat die ECK.ventures GmbH gegründet, einen sogenannten Risikokapitalgeber. Schon während seines Studiums betreibt er eine eigene Firma im Bereich Lasertechnik. Schnell kommen zwei weitere dazu und das Studium tritt in den Hintergrund. Eine der Firmen kann er schließlich an Hewlett Packard verkaufen und damit den Grundstein für sein neues Geschäftsmodell legen.
Thiemo Komischke spricht mit Stephan Mahlow über die Koblenzer Startup-Szene und erläutert, warum er bei seiner Suche nach lukrativen Investments weit über Koblenz hinaus gehen muss. Er freut sich darüber, als Berater den Startup-Gedanken in etablierte Koblenzer Firmen wie die EVM oder die Debeka tragen zu können. Auch wenn die Bedenken und Widerstände anfangs oft groß sind, wie er nicht zuletzt am Beispiel des Debeka Innovation Center (DICE) erfahren hat.
In der Koblenzer Gründerszene genießt Jan Hagge hohes Ansehen. Der Geschäftsführer des TZK (TechnologieZentrum Koblenz) gilt als zugänglich, verständnisvoll und hochengagiert. Im Gespräch erzählt Jan Hagge, wie er als Prokurist der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Koblenz zugleich Geschäftsführer des TZK wurde, wer die Unterstützer der hiesigen Gründerszene sind und wie sie gemeinsam daran arbeiten, die Wirtschaftsregion zu stärken. Außerdem geht es um die Vielfalt der Koblenzer Start-ups und ihre wichtige Rolle für bereits etablierte Unternehmen.
In der heutigen Folge ist Rund ums Eck zu Gast bei Theresa Frickel. Sie ist auf der Jagd nach Träumen und Visionen. Nicht nur nach ihren Eigenen, sondern auch ihrer Kunden. Im Gespräch mit Manolito Röhr tut sie etwas, wofür sie geschätzt wird. Sie lacht herzlich, spricht offen ihre Gedanken aus und verrät, warum Menschen sich nicht verstellen sollten. Sie spricht über den Beginn ihrer Selbständigkeit und was das Leben mit uns macht, wenn wir anderen Menschen mit offenen Armen begegnen. 
Es dürfte nur wenige Koblenzer geben, die beim Namen Café Hahn noch an Kaffee und Kuchen denken. 1981 gründete Berti Hahn den Musik- und Kulturclub in Koblenz-Güls, der längst zu einer Institution weit über Koblenz hinaus geworden ist. Zuvor hatte er Konditor gelernt und nach der Meisterprüfung den Betrieb seiner Eltern übernommen, damals eine Mischung aus Café und SPAR-Markt.
Berti Hahn spricht mit Stephan Mahlow über die schwierige Anfangsphase und die dann folgenden Jahre starker Expansion, in denen er zwischenzeitlich für fünf Clubs in Koblenz und Köln verantwortlich war. Er erzählt, warum er sich nach einem umfangreichen Umbau zunächst wieder ganz auf das Café Hahn konzentrierte, wie er 2012 als perfekte Ergänzung den Zuschlag für Eventmanagement und Gastronomie der Festung Ehrenbreitstein erhielt und dass er noch lange nicht vorhat, sich aufs Altenteil zurückzuziehen.
In unserer ersten Folge ist Sascha Böhr zu Gast. Der junge Unternehmer zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Köpfen der Koblenzer Startup-Szene. 2010 gründete er 247GRAD, eine Kombination aus Kreativagentur und Softwareschmiede. Die ersten Erfolge kamen schnell. Das von seinem Team entwickelte Content-Marketing-System für Facebook-Apps wurde in nur zwei Jahren über 300.000mal weltweit installiert. 2013 gründete Böhr zusätzlich ein weiteres Start-up, dessen Produkt dirico.io von internationalen Kunden genutzt wird, zu denen auch Microsoft zählt.
Im Gespräch mit Alexandra Klöckner verrät Böhr wie es ist, einerseits eine bereits etablierte Agentur und parallel ein rasant wachsendes Start-up zu führen. Verändert sich die Unternehmenskultur, wenn aus einem jugendlichen Team Familienväter und Mütter werden? Wie nimmt Böhr sich selbst als Unternehmer wahr, und wie erklärt er seine Erfolge?